Ein Projekt der Universität Kassel
Fachbereich ASL
 
   

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Gesamtenwicklung
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Themenkarte Entwickungsflächen
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Themenkarte Raumplan
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Gesamtkonzept

Hier finden Sie Informationen zu den Grundzügen- und -gedanken, die hinter dem Flächennutzungsplanentwurf für Heilbad Heiligenstadt stehen, aber auch zu den zugrunde liegenden Untersuchungen, Gutachten und Planungen, die bei der Erstellung des Planes mit eingeflossen sind.

Planungsziele

Der Flächennutzungsplan der Gemeinde Heilbad Heiligenstadt basiert auf so genannten Planungszielen. Aufbauend auf einer intensiven Analyse, werden hier grundsätzliche Aussagen zur Art der zukünftigen Entwicklung der Stadt getroffen. Die Wesentlichen, hier formulierten Punkte sind:

  • Vorrang hat die Entwicklung von innerstädtischen Brachflächen, gegenüber Neuausweisungen auf der "grünen Wiese".
  • Es soll insgesamt ein kompakter Stadtkörper entstehen. Dadurch soll das Verkehrsaufkommen verringert werden und notwendige Wege sollen gering gehalten werden. Flächenausweisungen in den Ortsteilen sollen nur soweit erfolgen, wie sie für den jeweiligen Bedarf notwendig sind. Die Flächenausweisungen im Flächennutzungsplan sollen weiterhin eine flexible Entwicklung ermöglichen, da sich die langfristige Entwicklung nie exakt voraussagen lässt. Dazu sollen im Flächennutzungsplan mehr Flächen ausgewiesen werden, wie die Stadt unmittelbar benötigt. Dadurch erhält die Gemeinde einen Spielraum, um auf unvorhergesehene Entwicklungen reagieren zu können.
  • Innerörtliche Freiräume, also zum Beispiel Stadt- und Dorfplätze, Parks oder Spielplätze sollen gesichert und weiterentwickelt werden. Das spielt für die Kernstadt, wegen ihrer erhöhten Siedlungsdichte eine besondere Rolle.
  • Die Belange des Umweltschutzes sollen möglichst frühzeitig in die Bearbeitung des Flächennutzungsplanes einbezogen werden, um eventuelle Konflikte zwischen Umweltschutz und städtebaulicher Entwicklung gar nicht erst entstehen zu lassen, oder sorgfältig abwägen zu können.
  • Neben den reinen Umweltschutzbelangen soll auch der Zusammenhang von Natur-, Kulturlandschaften, sowie den historischen Stadt- und Dorfkernen als ein wichtiger Faktor für den Tourismus, die Freizeitgestaltung und die Naherholung bei der Aufstellung des Flächennutzungsplanes berücksichtigt werden.
  • Der Flächennutzungsplan sollte gleich mit der Ausweisung neuer Flächen, geeignete Ausgleichsflächen benennen. Über einen solchen Flächenpool lassen sich die geplanten Ausgleichsmaßnahmen später leichter realisieren.

    Genauere Informationen finden Sie im Erläuterungsbericht (Kap. 5).

 

Übergeordnete Planungen, Fachplanungen und Gutachten

Bei der Erstellungen eines Flächennutzungsplanes sind übergeordnete Planungen, bestehende Rechtsvorschriften, Verordnungen, Satzungen und Fachplanungen sowie vorhandene Gutachten stets zu berücksichtigen und in den Plan einzuarbeiten.

Landes- und Regionalplanung als überörtliche Planung und die kommunale Bauleitplanung als örtliche Planung sind auf denselben Zweck ausgerichtet: Die Gestaltung einer lebenswerten Umwelt im bebauten und unbebauten Bereich. Der "Teilraum Gemeinde" hat sich dem "Gesamtraum" einzufügen. Der Gesamtraum wiederum soll die Gegebenheiten und Erfordernisse seiner Teilräume berücksichtigen. Der Flächennutzungsplan ist an die Ziele der übergeordneten Landes- und Regionalplanung anzupassen (§1 BauGB).

Die Fachplanung unterscheidet sich zur Bauleitplanung - als Gesamtplanung - dadurch, dass sie nicht die Entwicklung eines Gebietes, sondern die Planung und Entwicklung eines konkreten Objektes zum Gegenstand hat und damit eine Spezifikation vornimmt, die von einem Flächennutzungsplanverfahren nicht geleistet werden kann.
Deshalb unterliegt die Flächennutzungsplanung einem hohen Koordinierungs- und Abstimmungs- bedarf.

Bei der Aufstellung des Flächennutzungsplanes für die Stadt Heilbad Heiligenstadt sind folgende übergeordnete Planungen und Gutachten (Fachplanung) berücksichtigt worden:

 

Stadtentwicklungskonzept Heilbad Heiligenstadt

Eine der wichtigsten Grundlagen für den Flächennutzungsplan ist das Stadtentwicklungskonzept Heilbad Heiligenstadt, das im Jahr 2002 im Zusammenhang mit dem Bundeswettbewerb "Stadtumbau Ost" entstanden ist.

Das Programm Stadtumbau Ost ist im Rahmen der Städtebauförderung als ein Bund-Länder-Impuls-Programme im Jahr 2002 aufgelegt worden. Es hat zum Ziel, die Attraktivität ostdeutscher Städte und Gemeinden als Orte des Lebens und Arbeitens zu sichern und zu erhöhen.
Für den Stadtumbau werden in den Jahren 2002 bis 2009 insgesamt 2,5 Mrd. Euro für die neuen Bundesländer bereitgestellt. Mit dem Programm soll eine Stärkung der Innenstädte, die Reduzierung des Angebotsüberhangs an Wohnraum und die Aufwertung der von Schrumpfungsprozessen betroffenen Städte erreicht werden. Auftakt des Programms war der im Jahr 2002 durchgeführte Wettbewerb Stadtumbau Ost. Die Kommunen waren aufgefordert worden, mit Hilfe finanzieller Unterstützung des Bundes, integrierte Stadtentwicklungskonzepte für ihre Stadt zu erstellen. Diese bilden nun die Basis im weiteren Verlauf und der weiteren Konkretisierung im Rahmen des Stadtumbauprozesses.
Ausgehend von den Empfehlungen der Kommission "Wohnungswirtschaftlicher Strukturwandel in den neuen Ländern" ist es das Ziel des Programms Stadtumbau Ost, bis zum Jahr 2009 rund 350.000 der rund eine Millionen leer stehenden Wohnungen in Ostdeutschland abzureißen. Gleichzeitig werden städtebauliche Qualifizierungen durch Aufwertungsmaßnahmen gefördert.

Für das Stadtentwicklungskonzept der Gemeinde Heilbad Heiligenstadt wurde auf der Basis ausführlicher Analysen und Untersuchungen, u.a. zur Bevölkerungsstruktur und -entwicklung, Wohnstandorten und wirtschaftlichen Gegebenheiten, für unterschiedliche Entwicklungsbereiche Strategien und städtebauliche Leitprojekte definiert, die im Zusammenwirken Synergien erzeugen sollen und auf eine koordinierte Gesamtentwicklung ausgerichtet sind.
Zu den bearbeiteten Themen im Stadtentwicklungskonzept zählen unter anderem:

  • Perspektiven zur Gesamtentwicklung
  • Wohnen - Von der Bedarfsplanung zur Angebotsplanung
  • Kur, Tagung, Tourismus, Sport - Perspektiven für die Stadtentwicklung
  • Handel und Gewerbe - Perspektiven einer differenzierten Gewerbeentwicklung
  • Freiflächen - Neue Freiraumqualitäten durch Vernetzung der Grünräume

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